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Gender Studies
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Gender Studies (von englisch gender âsoziales Geschlechtâ), Genderstudien, Geschlechterforschung oder Geschlechterstudien bezeichnen ein interdisziplinäres Fachgebiet, das Geschlechterverhältnisse untersucht und Geschlechterwissen und Genderkompetenz schafft. Dazu fragt die Geschlechterforschung nach der Bedeutung des Geschlechts fĂźr Kultur, Gesellschaft und Wissenschaften. Hierbei setzt sie jedoch keinen festen Begriff von Geschlecht (gender) voraus, sondern untersucht, wie die Vorstellung von Geschlecht jeweils hergestellt wird, welche Bedeutung ihr beigemessen wird und wie sich diese auswirkt auf Macht, soziale Strukturen sowie die Produktion von Wissen, Kultur und Kunst.cite-ref-1[1]
Die Forschungsperspektive hat sich in den Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften entwickelt und wird seitdem in immer mehr Wissenschaftsdisziplinen angewandt, beispielsweise in Medizin, Rechtswissenschaft, Biologie oder Theologie.
Die verschiedenen Forschungsrichtungen der transdisziplinären Gender Studies lassen sich auf feministische Ansätze der dritten Welle der Frauenbewegung zurßckfßhren, viele haben einen gesellschaftspolitischen Ursprung. Frauen- und Geschlechterforschung und Gender Studies sind nicht klar voneinander abzugrenzen.
Contents
⢠Geschichte
⢠Gender
⢠Deutschland
⢠Skandinavien
⢠Kritik
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geschichte
Pionierwerk und Impulsgeber: Das andere Geschlecht
Als Pionierwerk der Gender Studies gilt heute die zweibändige Studie Das andere Geschlecht von Simone de Beauvoir, die 1949 in Frankreich erschien. Dies war die erste sozialwissenschaftliche Untersuchung, die die Kategorie âGeschlechtâ ins Zentrum stellte und dabei konsequent zwischen biologischem Geschlecht und kultureller oder sozialer Prägung von Geschlecht unterschied. Die Studie legte damit die Grundlagen fĂźr die spätere Frauen- und Geschlechterforschung oder Gender Studies.cite-ref-102-2-0[2]cite-ref-3[3]cite-ref-4[4]
Der Schwerpunkt der Rezeption lag zunächst in den USA, wo das Werk die sozialwissenschaftliche Beschäftigung mit der Kategorie Geschlecht anregte. Kate Millett bezeichnete es im RĂźckblick 1999 nicht als reguläre Quelle, sondern als âOffenbarungâ. Da das Werk allerdings vielfach nicht zitiert wurde, blieb die wissenschaftliche Multiplikatorwirkung lange implizit. In der Folge wurde es als Grundlage der in den 1960er und 1970er Jahren in den USA entstandenen Frauen- und Geschlechterforschung oftmals Ăźbersehen. Die intensive Rezeption in den USA wirkte wiederum zurĂźck auf Frankreich und mit Verspätung auch auf andere Länder wie etwa Deutschland. Auch in Deutschland wurde die Pionierwirkung des Werkes lange nicht wahrgenommen.cite-ref-10-5-0[5]
Das Werk war Ideengeber und MaĂstab bei etlichen Aspekten der späteren Frauen- und Geschlechterforschung:
⢠geschlechtsbezogene Opposition von Selbst und anderem oder Subjekt und Objekt,
⢠Pluri- und Transdisziplinarität,
⢠KÜrperkonzept,
⢠Intersektionalität,
⢠Theorem der Postmoderne,
⢠wissenschaftlich-nßchterne Analyse von tabuisierten Themen rund um das Geschlechterverhältnis wie etwa Sexualität, Abtreibung, Homosexualität, Prostitution,
⢠Politik der ersten Person (âDas Private ist politischâ).cite-ref-103-6-0[6]
Durch die wissenschaftlich-nßchterne Enttabuisierung legte das Buch verdeckte Probleme offen, machte sie diskursfähig und damit verhandelbar.cite-ref-104-7-0[7]
Ein Kongress zum 50-jährigen Jubiläum des Erscheinens des Werkes bestätigte es als Ideengeber und MaĂstab in zentralen Aspekten der Frauen- und Geschlechterforschung. Inhaltlich zeigte sich, dass das in nur elf Monaten entstandene Werk heute erheblich ergänzt werden kann und in etlichen Punkten korrigiert werden muss.cite-ref-8[8]cite-ref-104-7-1[7]
Entwicklung in den USA
Das andere Geschlecht von Simone de Beauvoir wirkte nach der englischen Ăbersetzung 1953 als Impulsgeber und Inspiration zunächst primär in den USA. Dies fĂźhrte hier in den 1960er und 70er Jahren zu einem tiefgreifenden gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklungsschub. Die US-amerikanische Frauenforschung (engl. Womenâs Studies) und die zweite Welle des Feminismus (Frauenbewegung) entstanden. Insbesondere der Angriff Beauvoirs auf die Psychoanalyse inspirierte viele Autorinnen zu weiterer Kritik: Betty Friedans The Feminine Mystique (deutsch Der Weiblichkeitswahn) von 1963, Kate Milletts Sexual Politics (deutsch Sexus und Herrschaft) von 1969 und Germaine Greers The Female Eunuch (âDer weibliche Eunuchâ) von 1970. Die Womenâs Studies beschäftigten sich mit der wissenschaftlichen Betrachtung von Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft, dies zum ersten Mal aus feministischer Sicht.
Entwicklung im deutschsprachigen Raum
In den 1970er Jahren begannen Forscherinnen auch im deutschsprachigen Raum sich eingehender und systematischer mit Geschlechterverhältnissen zu beschäftigen. Zu den Pionierinnen der deutschen Frauenforschung zählten beispielsweise Helga Bilden, Christina Thßrmer-Rohr, Karin Hausen, Ute Gerhard, Regina Becker-Schmidt, Sigrid Metz-GÜckel, Ilse DrÜge-Modelmog, Irene DÜlling, Gudrun-Axeli Knapp, Elisabeth Beck-Gernsheim, Ilona Ostner, Ilse Lenz, Karin Flaake, Helga Krßger und Carol Hagemann-White. Einer der ersten Männer in der deutschen Frauenforschung war Hans D. Mummendey.cite-ref-9[9] Ab Mitte der 1980er wurde auch die US-amerikanische Frauenforschung zunehmend rezipiert und Frauenforschung breitete sich im deutschsprachigen Raum als Forschungsperspektive in immer mehr Wissenschaftsdisziplinen aus.
Von der Frauen- zur Geschlechterforschung
Bereits 1972 plädierte Rosemarie Nave-Herz fßr den Begriff Geschlechtersoziologie und wandte sich gegen die Reduzierung auf die Bezeichnung Frauenforschung.cite-ref-10[10] Mit ihrem Aufsatz Gender: A Useful Category of Historical Analysis von 1986 trug Joan Wallach Scott dazu bei, dass Gender als kritische Analysekategorie zu einem zentralen Begriff in der Wissenschaftsforschung des 20. Jahrhunderts wurde.cite-ref-11[11] Mit der Einfßhrung der Kategorie Geschlecht in den wissenschaftlichen Diskurs wandelte sich die Frauenforschung zur Geschlechterforschung, die nun auch Männer umfasst. Sie untersucht interdisziplinär die zentrale Bedeutung von Geschlecht in Wissenschaft und Gesellschaft, da es kaum einen Bereich gibt, in dem Geschlecht keine Rolle spielt. Vorerst sollten die Unterschiede und Beziehungen von biologischem und soziokulturellem Geschlecht untersucht werden. Dabei wurde Geschlecht nicht primär als individuelle Eigenschaft betrachtet, sondern als soziales Verhältnis einer politisch und historisch gewachsenen Sozialstruktur. Das Geschlechterverhältnis stand also im Mittelpunkt.cite-ref-h-nig-12-0[12]
Entwicklung ab den 1990er Jahren
Die deutsche Debatte wurde in den 1990er Jahren am stärksten von Judith Butlers Buch Das Unbehagen der Geschlechter (1991) beeinflusst, in dem Geschlecht vor allem als Ergebnis von Diskursen gesehen wird. Ab Mitte der 1990er Jahre bestimmten die Theoretikerinnen Evelyn Fox Keller, Sandra Harding, Nancy Fraser, Anne Fausto-Sterling und Donna Haraway die Gender-Debatte in Deutschland mit. Gender Studies erforschen Geschlechtsrollen in der Gesellschaft und insbesondere auch in der wissenschaftlichen Forschung (siehe Ideologiekritik sowie Kritische Theorie).cite-ref-13[13] Der Suhrkamp-Verlag fßhrte 1991 die Reihe Gender Studies ein, in der Butlers Buch als zweites erschien.cite-ref-14[14]
Einer der ersten Studiengänge fĂźr Gender Studies wurde zum Wintersemester (WS) 1997/98 an der Humboldt-Universität zu Berlin eingerichtet (siehe auch Susanne Baer und Helga HĂśrz), zugleich erĂśffneten zwei Studiengänge zur Frauen- und Geschlechterforschung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg: Kulturwissenschaftliche Geschlechterstudien als Aufbaustudiengang und Frauen- und Geschlechterstudien als Magisternebenfach. Hieraus entwickelten sich später der Promotionsstudiengang âKulturwissenschaftliche Geschlechterstudienâ, Bachelorstudium der Gender Studies (Zwei-Fächer-Bachelor) und das Masterstudium Kulturanalysen: Repräsentation, Performativität, Gender (Fach-Master).
Aus den LehrstĂźhlen fĂźr Frauenforschung und Zentren zur FĂśrderung der Frauen- und Geschlechterforschung entstanden ab Ende der 1990er Jahre auĂerdem interdisziplinäre oder transdisplizinäre Zentren fĂźr Geschlechterforschung mit Studienangeboten fĂźr Gender Studies.
Eine der ältesten Einrichtungen dieser Art existiert an der Universität Bielefeld, das âInterdisziplinäre Zentrum fĂźr Frauen- und Geschlechterforschungâ IFF, eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität. An der Freien Universität Berlin (FU) gibt es das Margherita-von-Brentano-Zentrum, das mit Beginn des Jahres 2016 aus der âZentraleinrichtung zur FĂśrderung von Frauen- und Geschlechterforschungâ und dem âInterdisziplinären Zentrum Geschlechterforschungâ entstanden ist.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16] An der Humboldt-Universität zu Berlin gibt es das Zentrum fĂźr transdisziplinäre Geschlechterstudien; an der Universität Kassel seit 1987 die âInterdisziplinäre Arbeitsgruppe Frauen- und Geschlechterforschungâ, an der Universität Greifswald das Interdisziplinäre Zentrum fĂźr Geschlechterforschung,cite-ref-17[17] an der Universität Bremen das âZentrum fĂźr feministische Studien â Gender Studiesâ (ZfG), in Hildesheim das âZentrum fĂźr Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschungâ (ZIF) als gemeinsame Einrichtung der Universität und der Fachhochschule (Hochschule Hildesheim/Holzminden/GĂśttingen, HAWK), an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg das âZentrum fĂźr interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschungâ (ZFG) und an der Philipps-Universität Marburg das âZentrum fĂźr Gender Studies und feministische Zukunftsforschungâ. In Frankfurt am Main wurde 1997 auf Initiative von Ute Gerhard das âZentrum fĂźr Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisseâ gegrĂźndet, das 2000 den Namen Cornelia Goethe Centrum erhielt.
An der CharitĂŠ Berlin wurde 2003 das interdisziplinäre Zentrum fĂźr Geschlechterforschung in der Medizin (GIM) gegrĂźndet, das 2007 unter der Leitung von Vera Regitz-Zagrosek in ein Institut umgewandelt wurde mit dem Ziel, Geschlechterunterschiede in der Medizin systematisch zu untersuchen und in die Lehre einzufĂźhren. Es widmet sich in speziellen Forschungsprojekten den Fragestellungen, warum bei Männern und Frauen zahlreiche Krankheiten unterschiedlich häufig auftreten, anders verlaufen oder signifikant verschiedene Symptome zeigen. 2011 gab Regitz-Zagrosek zusammen mit Sabine Oertelt-Prigione unter dem Titel Sex and Gender Aspects in Clinical Medicine das erste und bis dahin einzige Lehrbuch zu Gendermedizin heraus. Es gibt einen Ăberblick Ăźber Genderaspekte in wichtigen klinischen Disziplinen und Pharmakologie.cite-ref-18[18]
Ende 2017 wurde die Arbeitsstelle Gender Studies der Justus-Liebig-Universität nach einer Evaluation durch Sabine Hark, Kerstin Palm, Norbert Ricken und Paula-Irene Villa Braslavsky vorerst geschlossen. Die Gutachter bemängelten, dass die Forschungsleistung in mittelbarer Zukunft nicht erkennbar steigerbar wäre und die AGS âals Organisationseinheit von auĂen kaum wahrnehmbarâ sei, weshalb ein Neustart empfohlen wurde.cite-ref-gie-06012018-19-0[19] Ein Artikel in der linken politischen Wochenzeitung Jungle World merkte im Mai 2019 kritisch an, dass fachpolitische BeweggrĂźnde im Konflikt zwischen Frauenforschung und Gender Studies nicht auszuschlieĂen seien.cite-ref-20[20]
Ăsterreich
In Ăsterreich bietet die Universität Wien seit dem WS 2006/07 ein Magister- oder inzwischen Masterstudium Gender Studies an, ebenso die Universität Graz seit dem WS 2007/08.cite-ref-21[21] Die Universität Linz verpflichtet ihre Studenten in nahezu allen Studienplänen zum Besuch von Lehrveranstaltungen zum Thema Gender Studies. Diese Lehrveranstaltungen variieren inhaltlich je nach Studienrichtung. So wird zum Beispiel bei den rechtswissenschaftlichen Studienrichtungen neben einem Ăberblick Ăźber die Gender Studies auch Fachwissen Ăźber die entsprechenden Rechtsquellen der Gender Studies vermittelt.
Ăber das Ăśsterreichische Hochschulgesetz von 2005 werden die Pädagogischen Hochschulen dazu angehalten, die Strategie des Gender-Mainstreaming anzuwenden und die Ergebnisse im Bereich der Gender Studies und der gendersensiblen Didaktik zu berĂźcksichtigen.cite-ref-22[22]
Forschungsgegenstand und Konzeption
Forschungsgegenstand der interdisziplinären Geschlechterforschung ist die âStruktur- und Wissenskategorie Geschlechtâ, die je nach Fachkontext unterschiedlich konzipiert, empirisch erforscht und analysiert sowie im zusammenfassenden Ăberblick (Synthese) dargestellt wird. Geschlechterforschung versteht sich als âeine kritische, selbstreflexive Wissenschaft im Prozessâ und ihre Erkenntnisse und Forschungen als âin Bewegung, zeitlich gebunden und âsituiertâ'â.cite-ref-23[23]
Gegenstand der Untersuchung sind u. a.:
⢠die Geschlechterzuweisung durch Kultur und andere gesellschaftliche Organisationsformen
⢠die Machtverhältnisse, die aus der Unterscheidung von âmännlichâ und âweiblichâ resultieren
⢠der Prozess des Unterscheidens zwischen den Geschlechtern sowie dessen Hintergrßnde und Auswirkungen
⢠soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern (systematische Benachteiligung im Beruf und in Sozialpolitik usw. wegen des Geschlechts), insbesondere durch Androzentrikcite-ref-freyetalii09-25-0[25]
⢠soziale Stellung der Geschlechter innerhalb der Gesellschaft (Patriarchat, Matriarchat, Frauenwahlrecht)
⢠vergeschlechtlichte Arbeitsteilung als Gesellschaftsstruktur (etwa durch die Unterscheidung von Produktion und Reproduktion in kapitalistischen Gesellschaften)
⢠Praktiken der Erzeugung der Geschlechterdifferenz (âdoing genderâ)
⢠mediale Präsentationen und Repräsentationen von Geschlecht, etwa in Film, Literatur, Kunst, Design oder Werbung
⢠Verschränkung der Kategorien Geschlecht, Klasse (oder Schicht, Milieu), Ethnizität/Hautfarbe, Sexualität
⢠Geschlechterpädagogik, gendergerechte Didaktik
⢠Queer-Theoriecite-ref-freyetalii09-25-1[25]
⢠Frauen- und Männerforschung gemeinsam und getrennt.cite-ref-freyetalii09-25-2[25]
Die Gender Studies behandeln Geschlecht und Geschlechterverhältnis nicht als naturgegebene, sondern als ßberwiegend gesellschaftliche Phänomene, die durch soziale sowie kulturelle Praktiken und Strukturen konstruiert werden.cite-ref-26[26] Sie sehen keinen deterministischen Zusammenhang zwischen dem biologischen Geschlecht und der Rolle der Geschlechter in der Gesellschaft. Während das biologische Geschlecht in der Regel feststehe, sei Gender dementsprechend variabel und veränderbar.
Die Vielfalt der Bedeutungen von âmännlichâ und âweiblichâ wird in den Gender Studies hervorgehoben; zugleich werden bestimmte Vorstellungen vom natĂźrlichen Wesen der Geschlechter, von Idealen von Männlichkeit und Weiblichkeit hinterfragt. Als Folge dieser Ăberlegungen wird die Beziehung der Geschlechter als veränderbar angesehen. Da die Geschlechterbeziehung nicht als natĂźrliche oder statische Ordnung angesehen werden kĂśnne, wird sie als Repräsentation kultureller Regelsysteme gedeutet. Dabei sei der Aspekt der Wertung des Geschlechts wichtig; der Wert, der innerhalb einer Kultur einem Geschlecht zugeordnet wird, wirke sich auch auf das Verständnis des soziokulturellen Geschlechts innerhalb des gesellschaftlichen Systems aus.
Ein Schwerpunkt der Gender Studies ist die Aufdeckung der Mechanismen, die hinter diesen Auf- oder Abwertungen von Geschlechtern stehen. Im Gegensatz zu den Womenâs Studies ist es mĂśglich, auch Differenzen zu betrachten, durch die sich Frauen selbst voneinander unterscheiden, insbesondere unter dem Gesichtspunkt von gesellschaftlichen Minderheiten.
Zentrale Konzepte
Je nach Fachkontext, Sprachraum und Erkenntnisinteresse wird Geschlecht in der Forschung unterschiedlich konzipiert. Das Forschungsfeld verfĂźgt insofern Ăźber eine groĂe Bandbreite an wissenschaftlichen Fachbegriffen, die im Detail wiederum unterschiedlich gefasst sind.
Wichtige Begriffskonzepte der Geschlechterforschung sind insbesondere biologisches Geschlecht (Sex), Sexualität, Leiblichkeit/KÜrper, Transgender/Transgeschlechtlichkeit, Transsexualität, Transidentität, Geschlechtsidentität, Geschlechterrolle, Gender, Geschlechtshabitus, Mädchen, Junge, Frau, Mann, Weiblichkeit, Männlichkeit, Mutter, Mutterschaft, Vater, Vaterschaft, Elternschaft, Familie, Patriarchat.cite-ref-27[27]
Das deutsche Wort âGeschlechtâcite-ref-28[28] ist vieldeutig, was die Verständigung erschwertcite-ref-29[29] â und zwar innerhalb der Wissenschaften, in der internationalen Zusammenarbeit von Wissenschaften und auch in der Wissenschaftskommunikation mit Fachkreisen und Ăffentlichkeit.
Geschlechtscharakter
Ende des 18. Jahrhunderts wurde zunächst auf das Konzept des Charakters zurßckgegriffen, um den Begriff Geschlechtscharakter zu beschreiben. Er gilt jedoch mittlerweile als weitgehend veraltet.cite-ref-9-30-0[30]cite-ref-31[31]
Biologisches Geschlecht (Sex)
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Hauptartikel
:
Menschliche Geschlechtsunterschiede
Seit dem späten 18. Jahrhundert wurden biologische Konzeptionen von Geschlecht (engl. sex) âein konstitutives Thema der Geschlechterforschungâ, wenngleich diese Positionen laut Paula-Irene Villa âimmer umstrittenâ waren. Eine strikte Entgegensetzung von Natur und Kultur, von biologischem und psychosozialem Geschlecht sei âim Lichte aller (auch natur-)wissenschaftlichen Einsichten nicht haltbarâ. Die Konzeptionen von âSexâ und âGenderâ werden als âko-konstitutivâ angesehen, d. h. sie bedingen und verklammern sich wechselseitig.cite-ref-9-30-1[30]
Gesellschaftlich wurde âdie Vernaturwissenschaftlichung der Geschlechterdifferenz die Grundlage des lebensweltlichen Alltagswissensâ.cite-ref-9-30-2[30]
Geschlechterrolle
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Hauptartikel
:
Geschlechterrolle
Mit dem Aufkommen des Konzepts der sozialen Rolle setzte sich ab den 1970er Jahren zunehmend die Konzeption als Geschlechtsrollencharakter, Geschlechtsrolle bzw. Geschlechterrolle durch.cite-ref-9-30-3[30]cite-ref-32[32]
Gender
â
Hauptartikel
:
Gender
Ab 1972 etablierte sich zunächst in der englischsprachigen Forschung und später auch in der deutschen die Konzeption als Gender und mit der praxeologischen Wende ab Ende des 20. Jahrhunderts das Konzept des Doing Gender.cite-ref-33[33] Die konzeptionelle Unterscheidung von âSexâ und âGenderâ war mehr oder minder strikt angelegt und erwies sich nicht nur wissenschaftlich als âhoch produktivâ, sondern auch politisch.cite-ref-9-30-4[30]
âInzwischen gilt in den Gender Studies bzw. der Geschlechterforschung statt einer einfachen GegenĂźberstellung von âSexâ (als Natur) und âGenderâ (als Kultur), die Anerkennung der wechselseitigen Verklammerungen und Konstitutionsformen somatischer, biologischer, erfahrungsbezogener, historischer, praxeologischer usw. Dimensionen von Geschlechtlichkeit als plausibel. Zugleich muss anerkannt werden, dass innerhalb der Gender Studies verschiedene Fassungen der Sex/Gender-Unterscheidung genutzt werden, auch solche, die vom Apriori dieser Unterscheidung ausgehenâ.cite-ref-9-30-5[30]
Geschlechtshabitus
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Hauptartikel
:
Geschlechtshabitus
Seit Etablierung des Konzepts des Habitus Ende des 20. Jahrhunderts setzt sich zunehmend die Konzeption als Geschlechtshabitus durch, mit deren Hilfe die Psycho- und Soziogenese von Geschlechterrolle, Gender bzw. Doing Gender wissenschaftlich erklärt wird.cite-ref-34[34]cite-ref-02-35-0[35]
Leitwissenschaften
19. Jahrhundert: Biologie und Medizin
Nach dem Abschied von einem theologisch begrĂźndeten Weltbild stiegen mit der Aufklärung im 19. Jahrhundert Biologie und Medizin gesellschaftlich und wissenschaftlich als âdie zentrale Definitionsmachtâ und Leitwissenschaften fĂźr Geschlechtlichkeit auf. Beide Wissenschaftsdisziplinen standen seitdem fĂźr den Anspruch âexaktes empirisches Tatsachenwissen Ăźber geschlechtliche KĂśrper und sexuelle Vorgänge bereitzustellenâ.cite-ref-3-36-0[36] Durch die rasch wachsende Wirksamkeit und alltägliche Verbreitung der Medizin wurde deren Bedeutung und GlaubwĂźrdigkeit nachhaltig unterstrichen und im gesellschaftlichen Leben verankert.cite-ref-14-37-0[37]
Die biologisch-medizinische Organismustheorie diente zur âHerausbildung einer neuen bĂźrgerlichen Ordnung der Geschlechterâ auf der Basis eines entsprechenden Geschlechterwissens und eines entsprechenden Geschlechtshabitus. Dabei wurde âeine rigorose psycho-physiologische Differenz zwischen den Geschlechtern direkt an den KĂśrpern abgelesen und als Naturbasis fĂźr die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung bereitgestelltâ. Zudem diente die âbiologische Taxonomie und vergleichende Anatomieâ dazu, âdie rassistischen Grundlagen der kolonialen Expansion Europas als auch ein sich formierendes weiĂes bĂźrgerliches Patriarchatâ abzusichern.cite-ref-5-38-0[38]
Die ideologische Vorstellung männlicher Ăberlegenheit und weiblicher Minderwertigkeit erschien so als wissenschaftlich belegt und schlug sich in ideologisch aufgeladenen Fachbegriffen, Theorien, Therapien und Untersuchungsmethoden nieder. Beispielsweise wurden die aristotelischen Geschlechterstereotype fortgeschrieben: Männlichkeit als aktiv, Weiblichkeit als passiv und von Mangel gekennzeichnet. Oder es herrschte die Vorstellung, dass ohne ein Y-Chromosom automatisch ein weiblicher Organismus entstehen wĂźrde.cite-ref-5-38-1[38]
Ab Mitte des 20. Jahrhunderts wachsende Interdisziplinarität und Konkurrenz
Mit dem Beginn der Frauenforschung ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Geschlechterverhältnisse zunehmend zu einem interdisziplinären Forschungsgegenstand.cite-ref-39[39]cite-ref-40[40] In der kritischen Geschlechterforschung entwickelten sich die Geschichtswissenschaft und die Soziologie zu Leitwissenschaften.cite-ref-41[41]cite-ref-6-42-0[42] Insbesondere zwischen Gender Studies und Poststrukturalismus lassen sich einige Gemeinsamkeiten finden, etwa die Hinterfragung der Situiertheit und Interessiertheit von Wissen.cite-ref-11-43-0[43] Auch in der kritischen Männer- bzw. Männlichkeitsforschung entwickeln diese sich zu wichtigen Wissenschaftencite-ref-44[44]cite-ref-45[45], um Männlichkeit als lange Zeit âunmarkierte, unsichtbare Kategorieâ zu untersuchen und zu verhindern, dass diese ânoch immer voreilig auf augenscheinlich biologisch oder gar genetisch determinierte Fakten reduziert werdenâ.cite-ref-15-46-0[46]
Die Konkurrenz um wissenschaftliche und gesellschaftliche FĂźhrungsansprĂźche in der Definition von Geschlechtlichkeit fĂźhren seitdem in Gesellschaft und Wissenschaften zu erheblichen Spannungen und Auseinandersetzungen. In den Gender Studies wird Geschlechtsrollenstress hierfĂźr als mitverantwortlich gesehencite-ref-47[47] und es werden Rezeptionssperren, erkenntnistheoretischer Ignoranz und blinden Flecken in der Wissenschaft beklagt.cite-ref-48[48]cite-ref-2-49-0[49]cite-ref-3-36-1[36]cite-ref-1-50-0[50]
Bis heute hält das Ringen um eine Wissensordnung an. In den Gender Studies werden die Wissenschaften als naturalisiert und geschlechtlich codiert angesehen. Dabei stimme die innerwissenschaftliche Wissenshierarchie mit der gesellschaftlichen und kulturellen Geschlechterhierarchie ßberein, mit männlich codierten Naturwissenschaften wie Medizin oder Biologie als Leitwissenschaften und weiblich codierten Geisteswissenschaften.cite-ref-51[51]cite-ref-52[52] Gleichwohl fßhrt die Arbeit der kritischen Geschlechterforschung in Biologie und Medizin zunehmend zu einer interdisziplinären Zusammenarbeit und Verständigung und einem besseren Verständnis von Vergeschlechtlichung als komplexem lebenslangem Entwicklungsprozess (siehe Gendermedizin).cite-ref-4-53-0[53]cite-ref-22-54-0[54]cite-ref-52-55-0[55]cite-ref-62-56-0[56]cite-ref-7-57-0[57]cite-ref-8-58-0[58]cite-ref-32-59-0[59]cite-ref-12-60-0[60]cite-ref-61[61]cite-ref-23-62-0[62]
Jenseits der kritischen interdisziplinären Geschlechterforschung ist in Wissenschaft, Gesellschaft und der populistischen Debattecite-ref-13-63-0[63]cite-ref-64[64] ein âsoziologisch reflexive[s] und entnaturalisierende[s] Geschlechterwissenâ nicht selbstverständlich.cite-ref-6-42-1[42] Gender-Kritiker sehen âGeschlecht als naturhafte, unveränderliche, an-sich-so-seiende Tatsache jenseits sozialer, kultureller und spezifisch historischer Bedingtheitenâ.cite-ref-65[65] Kritische Biologen engagieren sich zunehmend, um der Wissenskluft und dem erneuten Trend zur unwissenschaftlichen Biologisierung des Geschlechterwissen entgegenzuwirken.cite-ref-63-66-0[66]cite-ref-67[67]
Gender Studies und Feminismus
Feministische Theorien und Ăberzeugungen waren fĂźr die Herausbildung der Gender Studies von groĂer Bedeutung.cite-ref-68[68] Von einigen Beobachtern werden die Gender Studies als Teil des Feminismus angesehen obwohl es durchaus auch Unterschiede und Abgrenzungsversuche gibt. Damit verbunden ist auch die Frage nach dem Verhältnis von (wissenschaftlicher) Theorie und Praxis â während der Feminismus aktivistischer geprägt ist, herrscht in den poststrukturalistisch geprägten Gender Studies auch Skepsis bezĂźglich der MĂśglichkeiten eines Engagements, das sich auf Geschlechtsidentitäten stĂźtzt. Aus feministischer Sicht wird deshalb die BefĂźrchtung geäuĂert, durch den Fokus auf âGenderâ kĂśnnten einerseits Frauen aus dem Fokus geraten und andererseits eine neoliberale Vereinnahmung gefĂśrdert werden, wenn Gender und Diversity als Management-Instrumente verstanden wĂźrden. Das Verhältnis zwischen Feminismus und Gender Studies wird selbst innerhalb der Gender Studies kontinuierlich untersucht und debattiert.cite-ref-11-43-1[43]
Die Soziologin Nina Degele (2008) nennt in Gender studies / Queer studies unter RĂźckgriff auf Janet Saltzman Chafetz drei den verschiedenen Forschungsperspektiven der Fachrichtung gemeinsame Postulate:
1. Postulat des Geschlechts als âzentraler Fokus der Theoriebildungâ
2. Postulat der Problematik gegenwärtiger Geschlechterverhältnisse
3. Postulat, dass diese gegenwärtigen Geschlechterverhältnisse weder ânaturgegeben noch [âŚ] unveränderlichâ seien.
Danach basieren die verschiedenen Forschungsrichtungen der Gender Studies in der Theoriebildung auf einem gemeinsamen feministischen Ansatz.cite-ref-69[69]
Institutionelle Verankerung
Deutschland
An deutschsprachigen Hochschulen gab es 2017 200 Professuren mit zumindest einer Teildenomination fĂźr Geschlechterforschung.cite-ref-70[70] Es handelte sich fast ausschlieĂlich um Denominationen in Ăźber 30 Fachgebieten von Literaturwissenschaft Ăźber Soziologie bis Medizin und Sport. Viele dieser Stellen sind befristet, 17,6 Prozent sind Professuren in der Besoldungsgruppe W3.cite-ref-71[71] Im Sommersemester 2023 gab es laut einem Bericht des Wissenschaftsrats insgesamt 173 Professuren an deutschen Hochschulen mit Voll- oder Teildenomination in der Frauen- und/oder Geschlechterforschung.cite-ref-72[72] Mehr als ein Dutzend Hochschulen bieten v. a. auf Masterniveau Studiengänge in Gender Studies an. Eine Promotion explizit in Gender Studies ist nur an der Humboldt-Universität zu Berlin mĂśglich. Neben der Fachgesellschaft Geschlechterstudien bestehen in den Fachgesellschaften weiterer Disziplinen entsprechende Sektionen oder Arbeitsgruppen.cite-ref-73[73] In einzelnen Bundesländern gibt es spezielle Koordinationsstellen, deren Aufgabe es ist, Forschungsaktivitäten im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung zu bĂźndeln und hochschulĂźbergreifende Kooperationen anzuregen. Dazu gehĂśren die Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen, das Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW, die Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen fĂźr Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen, das Gender- und Frauenforschungszentrum in Hessen, die Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit in Sachsen-Anhalt (KGC) und das Zentrum Gender & Diversity in Hamburg.
Im Fachgebiet bekannte Zeitschriften sind u. a. Feministischen Studien, Gender Forum oder Gender.cite-ref-74[74]
Skandinavien
Der Nordische Ministerrat grĂźndete 1995 das Nordische Gender-Institut (Nordic Gender Institute. NIKK), das in Norwegen an der Universität Oslo angesiedelt war. Es wurde zum 31. Dezember 2011 als eigenständiges Institut geschlossen. Im Herbst 2012 wurde NIKK als âNordic Information for Gender Knowledgeâ reorganisiert und in das Swedish Secretariat for Gender Research an der Universität GĂśteborg in Schweden eingegliedert.cite-ref-75[75]cite-ref-76[76] NIKK initiiert, koordiniert und fĂźhrt zentrale Projekte und Studien durch, in denen der Stand der Geschlechtergleichheit in den nordischen Ländern untersucht wird. So wurde zum Beispiel 2008 eine groĂ angelegte Studie fĂźr die âMinisterien fĂźr Geschlechtergleichheitâ der nordeuropäischen Länder zum Thema Prostitution präsentiert.cite-ref-77[77]cite-ref-78[78]
Kritik
Kritik an der Politisierung des wissenschaftlichen Gender-Konzepts
Nach der Ăbertragung des wissenschaftlichen Gender-Konzepts in die internationale Geschlechterpolitik â vor allem durch den strategischen Ansatz des Gender-Mainstreaming â in den 1990er Jahren wurde es zugleich zum geschlechterpolitischen Konzept. Innerhalb der Geschlechterforschung stĂśĂt dies teilweise auf Kritik.
Stefan Hirschauer attestierte dem Fach 2017 ein ĂbermaĂ an Politisierung und ideologischen Scheuklappen. Geschlechterforschung dĂźrfe nicht âals Vehikel der FrauenfĂśrderungâ instrumentalisiert werden. Wenn Gender Studies sich selbst zum Teil eines politischen emanzipatorischen Projekts machten, weiche man der wissenschaftlichen Beantwortung der Frage âWozu Gender Studies?â aus und erwecke âchronisch den Verdacht, nicht die intellektuelle Substanz zu ihrer Beantwortungâ zu haben.cite-ref-0-79-0[79]
Kritik durch Wissenschaft und Ăffentlichkeit
Die Gender Studies werden von einigen Naturwissenschaftlern und in der Ăffentlichkeit teils kontrovers, mitunter polemisch diskutiert. Der Autor und Historiker Vojin SaĹĄa VukadinoviÄ meinte dazu in der NZZ: âDie Gender-Studies befinden sich in einer Legitimationskrise: Die Ăffentlichkeit begegnet dem Fach mit Ablehnung, Biologen fechten ihre Wissenschaftlichkeit an, und politische Gruppierungen mobilisieren wahlweise gegen einen ÂŤWahnÂť oder eine ÂŤIdeologieÂť. Alle beanstanden Sinn und Zweck eines Studienfachs, das mit zwanzig Jahren noch relativ jung ist, gleichwohl aber eine Vielzahl an Kontroversen durchlaufen hat.âcite-ref-80[80]
Der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera bezeichnete 2015 in einem Interview mit dem RBB die Gender Studies als âunwissenschaftlichen Unsinnâ. Die akademischen Gender Studies seien eine âfundamentalistische feministische Ideologie, die von einer kompletten sozialen Konstruiertheit des biologischen Geschlechts ausgingenâ. Die feministische Journalistin Catherine Newmark ordnete in Die Zeit seine ĂuĂerungen in die âantifeministische Rhetorik, den sogenannten âBacklashââ ein und sieht sie in einer Reihe mit den im Internet âkursierenden maskulinistische(n) VerschwĂśrungstheorien von der feministischen Weltherrschaftâ.cite-ref-81[81] Mit seinem Buch Gender-Paradoxon, das 2016 erschien, wolle Kutschera die âletzten Nägel in den Sarg der Gender-Ideologie schlagenâ.cite-ref-82[82] Axel Meyer, ebenfalls Evolutionsbiologe, bezeichnet in seinem Buch Adams Apfel und Evas Erbe die Gender Studies gemeinsam mit Fächern wie Anthroposophie und HomĂśopathie als âleider weit verbreiteten antiwissenschaftlichen Hokuspokusâ.cite-ref-83[83] In seiner Besprechung des Buchs in der FAZ kritisierte Thomas Weber Meyers âverzerrende Attacken auf fast alles, was âgenderâ im Namen fĂźhrtâ.cite-ref-84[84] Philipp Gut zitierte in der Weltwoche den Neurowissenschaftler und Psychiater Raphael M. Bonelli, der in der âGender-Theorieâ âeinen versteckten Sexismus am Werkâ sehe.cite-ref-85[85] Laut dem Journalisten Jan Fleischhauer generieren die Gender Studies Hypothesen, die sie keiner Bestätigung oder Falsifikation zufĂźhren. Alleine durch Wiederholung und In-Umlauf-Bringen werde versucht, ihnen Wahrheitskraft zu verleihen.cite-ref-86[86]
In Ungarn wurde ab dem Wintersemester 2018 den beiden Genderstudies-Master-Studiengängen die Zulassung entzogen.cite-ref-87[87] Offiziell wurde dies mit einer angeblich mangelnden Nachfrage begrĂźndet, Regierungsvertreter hatten dieses Fach jedoch schon zuvor als âUntergrabung der Fundamente der christlichen Familieâ angegriffen.cite-ref-88[88] Studienvertreter im In- und Ausland kritisierten diese Entscheidung als âEingriff in die Freiheit von Forschung und Lehreâ.cite-ref-89[89]
Einordnung des Widerstandes gegen Gender Studies
Der ARD-Faktenfinder bezeichnet die Kritik an den Gender Studies, Forschung, Lehre und politischen Aktivismus zu vermischen, als teilweise berechtigt und konstatiert eine âstellenweise Ăberpolitisierungâ. Das Anliegen, âden Gender Studies jedwede Wissenschaftlichkeit absprechenâ zu wollen, wie es durch das Vorgehen der ungarischen Regierung geschehe, sei aber âseinerseits politisch und nicht wissenschaftlich motiviertâ.cite-ref-0-79-1[79]
Laut der Politikwissenschaftlerin Antje Schrupp wĂźrden âRechtspopulisten und Maskulinistenâ dem Fach unterstellen, âeine feministische Agenda zu betreiben, also nicht wissenschaftlich objektiv zu sein, sondern eine Ideologie zu verfolgenâ. Dabei hätten die Gender Studies gar nichts mit Feminismus zu tun, sondern untersuchten âdas, was wir alle ständig tun: Geschlecht darstellen, Geschlechterbilder konstruieren oder untergrabenâ.cite-ref-90[90] Die VorwĂźrfe an die akademischen Gender Studies, die medial geschĂźrt wĂźrden, zeugen laut den Geschlechterforscherinnen Sabine Hark und Paula-Irene Villa Braslavsky von Statusängsten. Die Soziologinnen ziehen eine historische Analogie zu deutschen Naturwissenschaftlern, die sich noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts âmit dem Rekurs auf die Natur gegen das Recht von Frauen, zu studieren, stelltenâ und âeinen irreversiblen Eingriff in die Naturgesetzeâ fĂźrchteten, sollten Frauen als Gleiche in die Akademie einziehen.cite-ref-91[91]
Politikwissenschaftler und Soziologen sehen die Ăśkonomische, politische und kulturelle Verunsicherung durch den Neoliberalismus (zunehmende wirtschaftliche Prekarisierung, Verschärfung der sozialen Ungleichheit) als eine Ursache fĂźr den Widerstand gegen Gender Studies in Teilen der BevĂślkerung. Illiberale Populisten hätten es geschafft, an die GefĂźhle der Menschen anzuknĂźpfen und diese gegen Gleichstellungsfragen zu lenken. Der Widerstand gegen Gender Studies wird als Teil der Anti-Gender-Bewegung gesehen, die sich gegen das Feindbild einer angeblichen âGender-Ideologieâ oder sogenannten âGenderismusâ richtet.cite-ref-92[92]cite-ref-93[93]
Siehe auch
Literatur
HandbĂźcher
⢠Stefan Horlacher, Bettina Jansen, Wieland Schwanebeck (Hrsg.): Männlichkeit: Ein interdisziplinäres Handbuch. Metzler, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-476-02393-3.
⢠Beate Kortendiek, A. Senganata Mßnst (Hrsg.): Lebenswerke. Porträts der Frauen- und Geschlechterforschung. Budrich, Opladen 2005, ISBN 3-938094-56-7.
⢠Beate Kortendiek, Birgit Riegraf, Katja Sabisch (Hrsg.): Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Springer VS, Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-658-12495-3.
⢠Renate Kroll (Hrsg.): Gender Studies â Geschlechterforschung: Ansätze â Personen â Grundbegriffe. Metzler, Stuttgart u. a. 2002, ISBN 3-476-01817-2.
⢠Christina von Braun, Inge Stephan (Hrsg.): Gender@Wissen: Ein Handbuch der Gender-Theorien. 3., ßberarbeitete und erweiterte Auflage. BÜhlau, KÜln u. a. 2013, ISBN 978-3-8252-3926-8.
Fachzeitschriften
Siehe auch
:
Liste der Zeitschriften zur Frauen- und Geschlechterforschung
⢠Gender. Zeitschrift fßr Geschlecht, Kultur und Gesellschaft (seit 2009).
⢠Feministische Studien. Zeitschrift fßr interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (seit 1982), ISSN 0723-5186.
⢠Freiburger GeschlechterStudien (seit 2007), ISSN 0948-9975.
⢠LâHomme. Europäische Zeitschrift fĂźr Feministische Geschichtswissenschaft (1990â), ISSN 1016-362X.
Diskurs
⢠Lars BĂźlow, Matthias Herz: Diskursive Kämpfe ums Geschlecht. Gender Studies, ihre Gegner/innen und die Auseinandersetzung um Wissenschaftlichkeit und korrekten Sprachgebrauch. In: Antje Baumann, AndrĂŠ Meinunger (Hrsg.): Die Teufelin steckt im Detail: Zur Debatte um Gender und Sprache. Kadmos, Berlin 2017, ISBN 978-3-86599-287-1, S. 148â195.
⢠Rita Casale, Barbara Rendtorff (Hrsg.): Was kommt nach der Genderforschung? Zur Zukunft der feministischen Theoriebildung. Transcript, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-89942-748-6.
⢠Ulrich Kutschera: Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen. Lit, Berlin 2016, ISBN 978-3-643-13297-0.
⢠Sabine Hark, Paula-Irene Villa (Hrsg.): Anti-Genderismus: Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen. 2. Auflage. Transcript, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-8376-3144-9 (Leseprobe beim Verlag; Leseprobe in der Google-Buchsuche).
⢠Jasmin Siri: Kampfzone Gender. Ăber die Politisierung wissenschaftlicher Expertise. Nicolai Publishing & Intelligence, Berlin 2018, ISBN 978-3-96476-003-6 (Rezensionsnotiz im Perlentaucher).
⢠Alexander Ulfig, Harald Schulze-Eisentraut (Hrsg.): Gender Studies â Wissenschaft oder Ideologie? DWV, Baden-Baden 2019, ISBN 978-3-86888-142-4 (Rezension).
EinfĂźhrungen
⢠Therese Frey Steffen: Gender. Reclam, Leipzig, Stuttgart 2006, ISBN 3-15-020307-4 (Rezension).
⢠Christina von Braun, Inge Stephan: Gender-Studien: eine Einfßhrung. 2. Auflage. Metzler, Stuttgart 2006, ISBN 3-476-01636-6.
⢠Franziska SchĂśĂler: EinfĂźhrung in die Gender Studies. Akademie, Berlin 2008, ISBN 978-3-05-004404-0 (Rezension).
⢠Martina LÜw, Bettina Mathes (Hrsg.): Schlßsselwerke der Geschlechterforschung. Springer VS, Wiesbaden 2005, ISBN 3-531-13886-3 (Kurzrezension).
⢠Nina Degele: Gender / Queer Studies: Eine Einfßhrung. Fink, Paderborn 2008, ISBN 978-3-8252-2986-3.
⢠Ulla Bock: Pionierarbeit. Die ersten Professorinnen fĂźr Frauen- und Geschlechterforschung an deutschsprachigen Hochschulen 1984â2014 (= Politik der Geschlechterverhältnisse. Band 55). Campus, Frankfurt am Main u. a. 2015, ISBN 978-3-593-50301-1.
Gender-Studien in einzelnen Disziplinen (Auswahl)
⢠DÜrte Kuhlmann: Raum, Macht & Differenz: Genderstudien in der Architektur. Edition Selene, Wien 2005, ISBN 3-902373-73-3.
⢠Robin Bauer, Helene GÜtschel (Hrsg.): Gender in Naturwissenschaften. Ein Curriculum an der Schnittstelle der Wissenschaftskulturen (= Talheimer Sammlung kritisches Wissen. Band 53). Talheimer, MÜssingen-Talheim 2006, ISBN 978-3-89376-119-7.
⢠Tom Bieling (Hrsg.): Gender (&) Design â Positionen zur Vergeschlechtlichung in Gestaltungskulturen. Mimesis, Mailand 2020, ISBN 978-88-6977-242-9.
⢠Ursula Hennigfeld / Fernand HÜrner / Ursula Link-Heer (Hrsg.): Literarische Gendertheorie. Eros und Gesellschaft bei Proust und Colette. Transcript, Bielefeld 2006, ISBN 978-3-89942-557-4.
⢠Bettina Engels: Gender und Konflikt. Die Kategorie Geschlecht in der Friedens- und Konfliktforschung. VDM, Saarbrßcken 2008, ISBN 978-3-8364-6527-4.
⢠Corinna Schlicht (Hrsg.): Genderstudies in den Geisteswissenschaften: Beiträge aus den Literatur-, Film- und Sprachwissenschaften. Universitätsverlag Rhein-Ruhr, Duisburg 2010, ISBN 978-3-940251-70-1.
⢠Mechthild Koreuber (Hrsg.): Geschlechterforschung in Mathematik und Informatik. Nomos, Baden-Baden 2010, ISBN 978-3-8329-4537-4.
⢠Sabine Oertelt-Prigione, Vera Regitz-Zagrosek (Hrsg.): Sex and Gender Aspects in Clinical Medicine. Springer, London 2011, ISBN 978-0-85729-831-7 (englisch).
⢠Meike Sophia Baader, Johannes Bilstein, Toni Tholen (Hrsg.): Erziehung, Bildung und Geschlecht. Männlichkeiten im Fokus der Gender-Studies. Springer VS, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-531-18552-1 (Rezension).
⢠Hilge Landweer, Catherine Newmark, Christine Kley, Simone Miller (Hrsg.): Philosophie und die Potenziale der Gender Studies. Transcript, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8376-2152-5.
⢠Ricarda Drßeke, Elisabeth Klaus, Martina Thiele, Julia Elena Goldmann (Hrsg.): Kommunikationswissenschaftliche Gender Studies. Zur Aktualität kritischer Gesellschaftsanalyse. Transcript, Bielefeld 2018, ISBN 978-3-8376-3837-0.
⢠Stefan Fragner, Jan Hemming, Beate Kutschke: Gender Studies & Musik. Geschlechterrollen und ihre Bedeutung fßr die Musikwissenschaft. ConBrio, Regensburg 1998, ISBN 978-3-932581-04-5.
⢠Susan McClary: Feminine Endings: Music, Gender, and Sexuality. University Of Minnesota Press 1991, 2002, ISBN 978-0-8166-4189-5.
⢠M. Zywietz/K. GrĂśnke: Musik und Homosexualität â Homosexualität und Musik (= Jahrbuch Musik und Gender. Band 10). Olms, 2018, ISBN 978-3-487-15642-2.
Weblinks
Commons
: Gender Studies
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Annotierte Bibliografie der Politikwissenschaft: Geschlechterforschung. In: pw-portal.de 2020 (Literatur zum Thema Gender Studies).
⢠Heinrich-BÜll-Stiftung: Gender-Mediathek (Lehr- und Lernmaterialien)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Inge Stephan, Christina von Braun: Einleitung. In: Christina von Braun, Inge Stephan (Hrsg.): Gender-Studien: Eine EinfĂźhrung. 2. Auflage. Metzler, 2006, ISBN 978-3-476-02143-4, S. 3.
cite-note-102-22. â Ingrid Galster: Relire Beauvoir. Das andere Geschlecht sechzig Jahre später. In: Ingrid Galster: Simone Beauvoir und der Feminismus. Hamburg 2015, S. 56â78.
cite-note-33. â Birgit Regraf: Konstruktion von Geschlecht. In: Brigitte Aulenbacher, Michael Meuser, Birgit Riegraf (Hrsg.): Soziologische Geschlechterforschung: Eine EinfĂźhrung. Wiesbaden 2010, S. 55â77.
cite-note-44. â Lieselotte SteinbrĂźgge: Ein Mythos wird besichtigt: Le deuxième sexe von Simone de Beauvoir unter dem Mikroskop der Genderforschung. In: Querelles: Jahrbuch fĂźr Frauen- und Geschlechterforschung. Nr. 17: Geschichte, 2005 (online auf querelles-net.de).
cite-note-10-55. â Ingrid Galster: Relire Beauvoir. Das andere Geschlecht sechzig Jahre später. In: Ingrid Galster: Simone Beauvoir und der Feminismus. Hamburg 2015, S. 56â78.
cite-note-103-66. â Ingrid Galster: Relire Beauvoir. Das andere Geschlecht sechzig Jahre später. In: Ingrid Galster: Simone Beauvoir und der Feminismus. Hamburg 2015, S. 56â78.
cite-note-104-77. â Ingrid Galster: Relire Beauvoir. Das andere Geschlecht sechzig Jahre später. In: Ingrid Galster: Simone Beauvoir und der Feminismus. Hamburg 2015, S. 56â78.
cite-note-88. â Ingrid Galster; Elisabeth Badinter (Hrsg.): Simone de Beauvoir: Le deuxième sexe: le livre fondateur du fĂŠminisme moderne en situation (âŚissu d'un colloque organisĂŠ par Ingrid Galster qui sâest tenu du 10 au 13 novembre 1999 Ă lâUniversitĂŠ Catholique dâEichstätt, en Bavière). Paris 2004.
cite-note-99. â Hans-Dieter Schmidt, Christiane Schmerl, Astrid Krameyer, Angelika Wagner, Dieter Steinbach, AmĂŠlie Schmidt-Mummendey: Frauenfeindlichkeit: Sozialpsychologische Aspekte der Misogynie. MĂźnchen 1973.
cite-note-1010. â Rosemarie Nave-Herz: Das Dilemma der Frau in unserer Gesellschaft: Der Anachronismus in den Rollenerwartungen. Texte und statistische Daten zur EinfĂźhrung in eine âGeschlechter-Soziologieâ. Berlin-Spandau 1972.
cite-note-1111. â Astrid Deuber-Mankowsky: Gender â ein epistemisches Ding? in: Rita Casale, Barbara Rendtorff (Hrsg.): Was kommt nach der Genderforschung? Zur Zukunft der feministischen Theoriebildung. Transcript, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-89942-748-6, S. 185.
cite-note-h-nig-1212. â Katrin HĂśnig: Historische Rekonstruktion. In: Therese Steffen (Hrsg.): Gender Studies: Wissenschaftstheorien und Gesellschaftskritik. KĂśnigshausen & Neumann, WĂźrzburg 2004, ISBN 3-8260-2739-6, S. 45â46 (Konferenzschrift 2003).
cite-note-1313. â Therese Steffen (Hrsg.): Gender Studies: Wissenschaftstheorien und Gesellschaftskritik. KĂśnigshausen & Neumann, WĂźrzburg 2004, ISBN 3-8260-2739-6, S. 10â11 (Konferenzschrift 2003).
cite-note-1515. â Margherita-von-Brentano-Zentrum. 4. Januar 2016, abgerufen am 29. Mai 2025.
cite-note-1616. â Ordnung des Margherita-von-Brentano-Zentrums der Freien Universität Berlin. Archiviert vom Original am 6. März 2016; abgerufen am 29. Mai 2025.
cite-note-1818. â Institute of Gender in Medicine. In: charite.de. Abgerufen am 27. Juli 2025 (englisch).
cite-note-gie-06012018-1919. â Eva Pfeiffer: Arbeitsstelle fĂźr Frauen- und Geschlechterforschung der Uni GieĂen ruht derzeit. (Memento vom 22. April 2021 im Internet Archive) In: GieĂener Anzeiger. 6. Januar 2018, abgerufen am 17. März 2021.
cite-note-2020. â Ali Tonguç ErtuÄrul, Sabri Deniz Martin: Feminismus vs. Gender Studies: Bemerkenswertes Urteil. In: Jungle World. Nr. 17. Jungle World, 25. April 2019 (jungle.world).
cite-note-2121. â Gender Studies. In: uni-graz.at. Abgerufen am 27. Juli 2025 (englisch).
cite-note-2222. â § 9 Abs. 8 Hochschulgesetz 2005
cite-note-2323. â Ruth Becker, Beate Kortendiek, Katja Sabisch: Vorwort. In: Ruth Becker, Beate Kortendiek, Katja Sabisch (Hrsg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung: Theorie, Methoden, Empirie. Stuttgart 2016, S. V-VII.
cite-note-241. Stefan Hirschauer: Wozu âGender Studiesâ? Geschlechterdifferenzierungsforschung zwischen politischem Populismus und naturwissenschaftlicher Konkurrenz. In: Soziale Welt. Nr. 54, 2003, S. 474.
cite-note-freyetalii09-2525. â Therese Frey Steffen, Caroline Rosenthal, Anke Väth: Gender Studies: Wissenschaftstheorien und Gesellschaftskritik. KĂśnigshausen & Neumann, WĂźrzburg 2004, ISBN 3-8260-2739-6, S. 9.
cite-note-2626. â Therese Steffen (Hrsg.): Gender Studies: Wissenschaftstheorien und Gesellschaftskritik. KĂśnigshausen & Neumann, WĂźrzburg 2004, ISBN 3-8260-2739-6, S. 11 ff. (Konferenzschrift 2003).
cite-note-2727. â Beate Kortendiek, Birgit Riegraf, Katja Sabisch: Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden 2019.
cite-note-2828. â Digitales WĂśrterbuch der deutschen Sprache: Geschlecht.
cite-note-2929. â Karin Hausen: WĂśrter hĂśren und Ăźber den Wortsinn nachdenken: âGeschlechtâ und âgenderâ als Beispiel. In: Christian Frey (Hrsg.): Sinngeschichten. Kulturgeschichtliche Beiträge fĂźr Ute Daniel. KĂśln/Weimar/Wien 2013, S. 160â168.
cite-note-9-3030. â Paula-Irene Villa: Sex â Gender: Ko-Konstitution statt Entgegensetzung. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf, Katja Sabisch (Hrsg.): Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-658-12495-3, S. 24â33.
cite-note-3131. â Thesenblatt: Karin Hausen â Die Polarisierung der âGeschlechtscharaktereâ | Soziologie und Politik. 12. Februar 2014, abgerufen am 16. Februar 2021.
cite-note-3232. â Claudia Gather: Zu einigen Begrifflichkeiten: Geschlechtsrollen und Weiblichkeitsmythen. In: K. Hahn, C. Koppetsch (Hrsg.): Soziologie des Privaten. Wiesbaden 2011.
cite-note-3333. â Linus Westheuser: Doing Gender. In: Gender Glossar. 7. Januar 2018, abgerufen am 26. Juli 2025.
cite-note-3434. â Holger Brandes: Der männliche Habitus. Band 1: Männer unter sich. Bd. 2: Männerforschung und Männerpolitik. Opladen 2001.
cite-note-02-3535. â Michael Meuser: Geschlecht und Männlichkeit. 3. Auflage. Wiesbaden 2010, S. 116 ff.
cite-note-3-3636. â Kerstin Palm: Biologie: Geschlechterforschung zwischen Reflexion und Intervention. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf, Katja Sabisch (Hrsg.): Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden 2019, S. 843â851.
cite-note-14-3737. â Sabine Oertelt-Prigione, Sarah Hiltner: Medizin: Gendermedizin im Spannungsfeld zwischen Zukunft und Tradition. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf, Katja Sabisch (Hrsg.): Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden 2019, S. 741â750.
cite-note-5-3838. â Kerstin Palm: Biologie: materielle Dimensionen von Geschlecht in biologisch-kritischer Perspektive. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf, Katja Sabisch (Hrsg.): Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden 2019, S. 729â739.
cite-note-3939. â Beate Kortendiek, Birgit Riegraf, Katja Sabisch: Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden 2019.
cite-note-4040. â Stefan Horlacher, Bettina Jansen, Wieland Schwanebeck: Männlichkeit. Ein interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart 2016.
cite-note-4141. â Gabriella Hauch: Geschichtswissenschaften: von einer Leitwissenschaft in der Frauen- und Geschlechterforschung zur institutionalisierten Disziplin. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf, Katja Sabisch (Hrsg.): Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden 2019, S. 522â530.
cite-note-6-4242. â Heike Kahlert: Soziologie: eine Leitwissenschaft der Frauen- und Geschlechterforschung mit fragmentarisch entnaturalisiertem Geschlechterwissen. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf, Katja Sabisch (Hrsg.): Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden 2019, S. 652â661.
cite-note-4444. â Jiirgen Martschukat, Olaf Stieglitz, Daniel Albrecht: Geschichtswissenschaft. In: Stefan Horlacher, Bettina Jansen, Wieland Schwanebeck (Hrsg.): Männlichkeit. Ein interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart 2016, S. 104â126.
cite-note-4545. â Michael Meuser: Soziologie. In: Stefan Horlacher, Bettina Jansen, Wieland Schwanebeck (Hrsg.): Männlichkeit. Ein interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart 2016, S. 218â236.
cite-note-15-4646. â Stefan Horlacher, Bettina Jansen, Wieland Schwanebeck: Einleitung. In: Stefan Horlacher, Bettina Jansen, Wieland Schwanebeck (Hrsg.): Männlichkeit. Ein interdisziplinares Handbuch. Stuttgart 2016, S. 1â10.
cite-note-4747. â Cheryl Benard, Edit Schlaffer: Viel erlebt und nichts begriffen: Die Männer und die Frauenbewegung. Rowohlt, 1985, S. 34.
cite-note-4848. â Paula Villa, Sabine Hark: Anti-Genderismus: Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen. Bielefeld 2015.
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